Wann ist es zu heiß für einen Spaziergang?

Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, freuen wir uns über die Sonne. Doch für unsere Hunde kann die Hitze schnell zur lebensgefährlichen Falle werden. Da Hunde ihre Körpertemperatur nicht wie wir durch Schwitzen regulieren können, müssen wir als Halter besonders wachsam sein.
Die Gefahr von heißem Asphalt: Der 7-Sekunden-Test
Oft unterschätzen wir, wie stark sich der Boden aufheizt. Während die Lufttemperatur bei angenehmen 25 Grad liegt, kann sich dunkler Asphalt bereits auf über 50 Grad erhitzen. Dies führt innerhalb kürzester Zeit zu schmerzhaften Verbrennungen an den Pfotenballen. Tipp: Drücken Sie Ihren Handrücken für sieben Sekunden fest auf den Boden. Ist es zu heiß für Ihre Hand, ist es definitiv zu heiß für die Pfoten Ihres Hundes.
Anzeichen für Überhitzung und Hitzschlag
Hunde kühlen sich primär über Hecheln ab. Reicht dies nicht mehr aus, droht ein Hitzschlag. Achten Sie auf folgende Warnsignale:
- Extrem starkes Hecheln und Unruhe
- Dunkelrotes Zahnfleisch oder eine tiefrote Zunge
- Glasiger Blick und Erschöpfung
- Taumeln oder Orientierungslosigkeit
- Erbrechen oder Durchfall
Sollten Sie diese Symptome bemerken, bringen Sie Ihren Hund sofort in den Schatten, bieten Sie lauwarmes Wasser an und kühlen Sie vorsichtig die Pfoten und Beine. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall!
So gestalten Sie den Gassi-Gang im Sommer richtig
Um die pralle Mittagshitze zu vermeiden, sollten Sie Ihre Routine anpassen:
- Frühaufsteher-Runden: Verlegen Sie die großen Spaziergänge in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend.
- Schatten suchen: Nutzen Sie Waldwege oder Wiesen statt gepflasterter Straßen.
- Kürzere Wege: Bei über 28-30 Grad reichen oft kurze „Löse-Runden“ aus. Kopfarbeit im kühlen Haus lastet den Hund ebenfalls aus.
- Wasser marsch: Nehmen Sie immer ausreichend frisches Wasser für unterwegs mit.
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